Dienstag, 15. Juli 2008

Es reicht

Es reicht mir, dass einige Österreicher Europa satt es zu kritisieren nur noch verteufeln. Es reicht mir, dass einige Bürger in Österreich Unwahrheiten über Europa verbreiten und die Verträge nie gelesen haben. Es reicht mir, dass dieses Projekt, welches einzigartig auf dieser Welt ist, tot geschrieben wird bevor es noch vollendet wurde. Ich sage, Wien wurde nicht an einem Tag erbaut und davor war es auch nur ein Dorf in dem vieles nicht perfekt war. Die Bürger haben ihr Dorf nicht verlassen, weil sonst Wien niemals zu dieser wundervolle Stadt geworden wäre, welche sie heute ist. Die Bürger haben zu ihrer Stadt gehalten, als sie von den Türken belagert wurde. Die Bürger sind 1945 in der Stadt geblieben und wieder gekommen, als sie in Trümmern lag, besetzt war und sie haben sie wieder aufgebaut. Was wäre passiert wenn die Bürger dieser Stadt sie verteufelt hätten? Wien wäre ein Trümmerhaufen geblieben.

Europa bedeutet Leben und Leben bedeutet Veränderung. Die Veränderung der EU zu einer demokratischen Bürgerunion wird es nicht sofort geben und wird es auch nicht ohne Arbeit geben. Leben bedeutet Arbeit, Arbeit für eine friedliche Zukunft für unsere Kinder. Wollen wir eine Union haben die uns den Frieden sichert? Wollen wir eine Union haben die uns vor möglichen Gefahren beschützt? Wollen wir eine Union haben die uns vor möglichen Feinden schützt? Ich denke viele Menschen wollen diese Union, aber ohne Arbeit für diese Union werden wir sie nicht bekommen. Wir können diese EU kritisieren und sollen sie auch kritisieren, aber wir sollen sie nicht verteufeln und Unwahrheiten über sie verbreiten. Schauen wir uns die Sache an, lassen wir unsere Politiker in ruhe dafür arbeiten und geben wir Europa die Zeit die es braucht. Wien ist nicht an einem Tag erbaut worden und für den Stephansdom haben sie auch 150 Jahre gebraucht.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Der SPÖ EU Unsinn

Die EU ist ein einzigartiges Projekt in Europa und noch nie in der Geschichte der Menschheit wurde so ein Projekt verwirklicht. Staaten, Völker, Nationen, Menschen werden friedlich vereint und nicht als Besiegte oder Untergeben, nein sondern als Gleiche unter Gleichen. Ein Handbuch, wie es am besten geht, gibt es nicht für dieses Projekt. Wir können nicht sagen sie sei undemokratisch, denn wo gibt es noch eine EU die demokratischer wäre? Die EU ist „work in progress“, also wie können wir sagen sie sei undemokratische, wenn an ihr noch gearbeitet wird. Die EU hat ihre Fehler, aber was erwarten sich die Menschen, dass sie auch in 7 Tagen erschaffen werden kann? Wir sind nur Menschen und keine Götter. Die Kritiker sollen einmal ihre Kritik beweisen, weil jenes tun sie nicht.

Die SPÖ hat jetzt in ihrer EU-Politik einen Schwenk gemacht, ich würde sagen wieder einmal umgefallen. Die SPÖ will über Änderungen des Vertrages über die EU das Volk entscheiden lassen, wird die EU dadurch demokratischer? Ich kann nur eines sagen Nein. Ich frage mich wie viel Bürger werden sich über diesen Vertrag informieren? Die Eu-Kritiker verbreiten wissentlich falsch Informationen, weil der Vertrag über die EU sind nicht nur ein paar wenige Passagen aus dem Zusammenhang gerissen. Die EU braucht eine Verfassung, eine simple und klare. Sie braucht ein Fundament auf der wir das Haus Europa aufbauen können.

Der SPÖ-Brief an die Krone Zeitung war wohl die dümmste Idee vom Chaosduo Faymann und Gunsenbauer. Die EU-Gegner sind dadurch bestätigt worden, dass ihr Kurs richtig ist. Die Manipulation der Medien durch die SPÖ ist eindeutig daneben gegangen. Die restlichen österreichischen Medien waren über diesen Brief sichtlich „not amused“ und es hagelte ordentlich viel Kritik. Der Meinungsumschwung für die SPÖ lässt immer noch auf sich warten. Die liebe SPÖ sollte doch ihre lieben amerikanischen Spinndoktoren nachhause schicken. Die SPÖ wurde von der Krone manipuliert, weil sie den Kurs der Krone angenommen hat, wollen wir wirklich so eine Partei in Österreich. Wollen wir wirklich einen Kanzler der auf die Redaktion einer Zeitung hört? Wollen wir wirklich einen Kanzler der sagt er sei vor der Meinung der Bürger in die Knie gegangen, obwohl diese Meinung nur aus der Redaktion der Krone Zeitung besteht. Die Krone schreibt viel, aber sicher nicht die Meinung der Bürger.

Gott schütze Europa und Österreich, ich will in keiner Zeitungskratie leben!

Montag, 28. April 2008

Ein Keller in Amstetten

Die Nachricht über die Tat von Josef F. erschüttert nicht nur Österreich, sondern hat auch ein internationales Medienecho hervorgerufen. Die ersten Details von diesem Verbrechen sind heute bekannte geworden und es stellt sich wie immer die ultimative Frage: „Warum hat niemand etwas bemerkt?“ Die Frage wird natürlich die Nachbarn, die Behörden und auch die Familie von Josef F. belasten und auch Schuldgefühle wecken, weil sie plötzlich die Auffälligkeiten im Verhalten von Josef F. bemerken werden.

Die Struktur von Amstetten, eine klein Stadt wo jeder noch jeden kennt, wo ein Grundvertrauen die Menschen verbindet, wo noch so etwas wie eine heile Welt besteht, ist sicher ein Grund dafür, warum niemand etwas hat bemerken können. Die Behörden sind genauso in diesen Strukturen und Gründen gefangen wie die restliche Bevölkerung, weil sie ein Teil dieser sind. Die Ehefrau und Familie von Josef F. wird sicher etwas bemerkt haben, aber einem Menschen dem man vertraut unterstellt man meistens nicht eine solch wahnsinnig abscheulich Tat. Der Zeitraum ist eindeutig zu lange und jedem Menschen, der unter einem gewaltigen psychischen Druck steht, entkommen Wörter die ihn verraten könnten. Der Mensch ist nicht perfekt und in einem Augeblick, wo die Konzentration nachlässt über die Kotrolle der Gedanken, können einem diese verräterischen Wörter entspringen. Die Wörter können von Angehörigen teilweise ausgeblendet werden, aber im Unterbewussten bleiben sie hängen. Der Verdacht hätte ihnen schon lange bewusst sein können, nur es ist sehr wahrscheinlich, dass sie ihn nicht wahr haben wollte. Der Mensch ist ein Meister im verdrängen von unangenehmen Wahrheiten.

Wir leben in einem gesunden Staat, würde das Fazit von mir lauten. Wir leben in einem Staat in dem die Nachbarn nicht ihren Nachbarn paranoid hinterher spionieren. Die neugierigen Nachbarn gibt es überall, aber sicher nicht die Art von Nachbarn die mit Feldstecher jeden und alles beobachtet und am Abend in den Mistkübeln der Nachbarschaft stöbern gehen. Die Variante wäre fast noch die schockierender von diesen, jeder bespitzelt jeden, weil ein jeder ja der verrückte Verbrecher Josef F. sein kann. Das Misstrauen unter der Bevölkerung wird in Amstetten nach diesen Verbrechen sicher steigen und ein Stück der heilen Welt wird verloren gehen. Josef F. hat nicht nur seine Familie ruiniert, er hat auch das Vertrauen der Nachbarn in die Nachbarn ruiniert oder sehr schwer beschädigt. Der Keller in Amstetten nicht nur ein Verlies für Elisabeth F., sondern auch ein schwerer Schlag für das Vertrauen der Menschen.